Erfolgreiches Finish bei Aquabike Weltmeisterschaften in Almere
17.09.2021 15:13
von Andrea Dietl
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Am vergangenen Sonntag starteten Fabian Junk und Marcus Leinweber bei der Weltmeisterschaft im Aquabike auf der Langdistanz, welche im Rahmen der Challenge Almere-Amsterdam in den Niederlanden ausgetragen wurde. Nachdem die beiden Athleten von Tri-Force Fulda bereits im Juni bei den Europameisterschaften die deutschen Nationalfarben vertreten durften, war die Vorfreude auf ihre erste Teilnahme bei Weltmeisterschaften natürlich noch umso größer.
 
Als jedoch im August die Corona-Inzidenzen in der Region ihren Höhepunkt erreicht hatten, gab es zunächst wenig Hoffnung, dass das Rennen überhaupt stattfinden würde. Zum Glück normalisierte sich die Situation doch überraschend schnell und die Multisport WM konnte unter strengen Hygieneauflagen ausgetragen werden. So waren unter anderem keine Zuschauer auf dem Renngelände zugelassen, doch die Atmosphäre unter den Athleten war angesichts eines Meisterschaftsrennens dennoch ganz besonders.
 
Die Schwimmstrecke von 3,8 km Länge wurde über 2 Runden im Weerwater, einem künstlich angelegten See, angrenzend zur Innenstadt, absolviert. Das Tragen eines Neoprenanzuges war erlaubt, da die Wassertemperatur nur um die 21 Grad betrug. Der Schwimmstart erfolgte in einem sogenannten „Rolling-Start“, bei dem sich alle 15 Sekunden vier Athleten gleichzeitig in das kühle Nass stürzten. Bereits nach wenigen Metern bekam Fabian Junk Schwierigkeiten mit seiner Schwimmbrille, die anfing zu beschlagen. Die extra vor dem Rennen aufgetragene Antifog-Beschichtung, die eigentlich ein Beschlagen der Brille verhindern sollte, wirkte nicht. Anders als im Schwimmbad, wo zur Orientierung die Bahnen geleint und auf dem Boden markiert sind, war die Strecke im Weerwater mit gut einhundert Metern auseinanderliegenden Bojen gekennzeichnet. Nach seinem 1:12 Std. andauernden „Blindflug“ in der ersten Disziplin hatte er einige Minuten auf die Konkurrenz verloren. Markus Leinweber hatte seinen Vereinskollegen ebenfalls überholt und stieg bereits nach 1:10 Std. aus dem Wasser, hatte gegen Ende dabei jedoch Probleme mit Wadenkrämpfen.
 
Direkt im Anschluss ging es für die Athleten auf die 180 km lange Radstrecke, die über zwei Runden gefahren wurde. Der Kurs war mit seinen Deichen, offenen Felder, Windkraftanlagen und Radwegen abwechslungsreich, aber auch sehr fordernd. Gerade die langen Deiche waren aufgrund des starken Windes sowohl mental als auch körperlich eine zusätzliche Herausforderung.
 
„Nach 80 Km fühlte ich mich noch richtig gut. Nach weiteren 10 Km auf schlechtem Asphalt und heftigem Gegenwind zog es mir regelrecht die Kraft aus den Beinen. Hier standen zum Glück meine Frau Janine und mein Schwager Tim, die mich über das Rennwochenende begleitet und super unterstützt haben. Sie haben mir zugerufen, dass ich gut unterwegs sei und auf einmal kam die Kraft zurück.“ schildert Junk die Höhen und Tiefen eines solch langen Wettkampfes. Letzten Endes absolvierte er die zweite Streckenhälfte schneller als das erste Teilstück und fuhr nach 4:50 Std. als 5. in seiner Altersklasse über die Ziellinie. Auf die Spekulation, ob es ohne das Malheur im Schwimmen zu einer Medaille hätte reichen können, wollte sich Junk nicht einlassen. „Natürlich ist es schade, aber bei der Vorbereitung auf ein solches Event und während dem Rennen läuft nur selten alles perfekt und die Jungs vor mir haben eine großartige Leistung gezeigt und stehen völlig zurecht auf dem Podium.“
 
Für Marcus Leinweber war es das erste Rennen über die Langdistanz, so dass er mit dem nötigen Respekt auf die Strecke ging. Seine Ernährungsstrategie konnte er gut umsetzen, musste aber auf der zweiten Runde mit erneuten Wadenkrämpfen deutlich zurücknehmen. Er finishte das Rennen als 15. seiner Altersklasse und war glücklich und zufrieden mit seiner Leistung. Auch wenn bei ihm nicht alles so lief wie geplant, konnte er mit dem Event einen tollen Saisonabschluss feiern.
 
 
Ergebnisse

Fabian Junk
Swim 1:12 h
Bike 4:50 h
Gesamt 6:06 h
AK Platz 5
 
Marcus Leinweber
Swim 1:10 h
Bike 5:59 h
Gesamt 7:15 h
AK Platz 15

 

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Tri-Force Fulda e.V.