European Championships Glasgow - Schottland: Heimische Triathleten erfolgreich
12.08.2018 10:23
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Am Wochenende wurden in Glasgow, Schottland, die Europameisterschaften im Triathlon ausgetragen.

Bereits am Donnerstag, 9. August, konnte sich Laura Lindemann im Eliterennen nach einem Sturz auf der ersten Radrunde als beste Deutsche Dame noch auf den vierten Platz nach vorne kämpfen. Jonas Schomburg erreichte im Männer Elite Rennen am Freitag, 10. August, als bester Deutscher Triathlet den zehnten Platz.

Die drei heimische Triathleten, Lutz Ranscht, Günter Rothmayer, und Peter Leinweber, von Tri-Force Fulda starteten am Samstag, den 11. August bei den Europameisterschaften der Altersklassen über die Triathlon Sprintdistanz. Elite- und Altersklassenwettkämpfe fanden auf der gleichen Strecke im Strathclyde Countrypark statt. Eine brillante Organisation, sehr freundliche Gastgeber und ein schottischer Sommertag bei 16 Grad ohne Regen bildeten einen gelungenen Rahmen für diesen Sprint Triathlon.

Zum Auftakt wurde im Loch Strathclyde bei 18 Grad Wassertemperatur im Neoprenanzug geschwommen. Ein Einschwimmen war nicht möglich und so ging es quasi im Kaltstart auf den eckigen 750 m Kurs. Positionskämpfe an den sechs Bojen erforderten Durchsetzungsvermögen. Peter Leinweber ging das Schwimmen hoch motiviert aber auch viel zu schnell an und überzog. Zeit und Plätze gingen für ihn dadurch gleich beim Auftakt verloren. Lutz Ranscht behauptete sich im Wasser, für ihn lief es perfekt, er kam in seiner Altersklasse als Fünfter in die Wechselzone und stieg aufs Rad.

Die zwanzig Radkilometer durch den Strathclyde Countrypark bestanden aus drei Runden und waren technisch sehr anspruchsvoll. Es wurde links gefahren und rechts überholt; sehr ungewohnt für die Europäer vom Festland. Das wellige Profil mit zwei engen hundertachtzig Grad Wenden, ermöglichte keinerlei Rhythmus. Ständige Schaltvorgänge, Richtungswechsel auf einem ungewohnt rauen Straßenbelag bei sehr enger Fahrbahn erforderten höchste Konzentration. Besonderes Highlight war die enge Wende am höchsten Punkt der Radstrecke gefolgt von einer steilen Abfahrt. Die scharfe neunzig Grad Linkskurve am Ende der Abfahrt verhinderte, dass man Tempo mitnehmen konnte. Es galt mit kräftigem Antritt sofort in die nächste Steigung einzufahren. Das klassische Triathlon Zeitfahrrad von Peter Leinweber war für diesen Kurs nicht optimal. Günter Rothmayer und Lutz Ranscht hatten mit Ihren Rennrädern für diesen Kurs eine bessere Wahl getroffen.

Die abschließende fünf Kilometer lange Laufrunde begann und endete mit einem flachen Teil am Seeufer. Die drei  Kilometer im Mittelteil waren ein sehr welliger Crosslauf durch den Countrypark, gespickt mit einem giftigen Anstieg. Günter Rothmayer hatte sich das Rennen bestens eingeteilt und konnte hier noch Plätze gut machen. Lutz Ranscht lieferte sich noch einen packenden Zielsprint mit einem Briten, den er für sich entscheiden konnte.

Das britische Team nutzte den Heimvorteil und war die dominierende Nation in allen Altersklassen.

Die drei Tri-Forcer waren sich nach dem Rennen einig: "Die Streckenführungen waren bei diesen Europameisterschaften technisch sehr anspruchsvoll und schwierig."

An diesem schönen schottischen Sommertag erreichten die Tri-Forcer folgende Platzierungen:

Lutz Ranscht

  1. AK 70

Gesamtzeit 1:40:11 Splitzeiten: swim 15:08 / T1 4:06 / bike 45:31 / T2 2:10 / run 33:18

Güter Rothmayer

  1. AK 55

Gesamtzeit 1:15:06 - Splitzeiten: swim 13:02 / T1 2:23 / bike 36:30 / T 2 1:40 / run 21.32

Peter Leinweber

  1. AK 50

Gesamtzeit 1:24:06 – Splitzeiten: Swim 15:07 / T1 2:34 / bike 40:18 / T2 1:46 / run 24:23

Angesichts des starken Teilnehmerfeldes bei einer Europameisterschaft waren alle drei sehr zufrieden mit Ihren Platzierungen. Glasgow und Schottland werden wohl noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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Tri-Force Fulda e.V.