Hitzerennen im Frankenland: Johannes Fischer sichert sich den 3. Gesamtplatz
24.06.2022 14:33
von Andrea Dietl
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Am 19. Juni fand der Würzburg Triathlon statt. Johannes Fischer startete auf der Mitteldistanz und schildert seine Erfahrungen in einem Rennbericht:

„Am Sonntag war Würzburg die Kulisse für die Premiere des Frankenman auf der Langdistanz. Ich selbst bin nur auf der Mitteldistanz gestartet. Die Männer und Frauen der Langdistanz sind schon morgens in der Frühe um 7 Uhr gestartet und alle anderen Wettkämpfe des Würzburgtriathlons wurden so abgestimmt, dass etwa alle gleichzeitig ins Ziel kommen.

Keiner konnte Voraussagen, dass für den Sonntag 40 Grad angesagt wurden. Mein Start war um 12 Uhr nach vorheriger Wettkampfbesprechung in der prallen Sonne. Bei der Besprechung konnte man schon ahnen, dass es ein harter Tag werden würde. Gestartet wurde ohne Neoprenanzug. Leider ist Schwimmen meine schwächste Disziplin und das Verbot war erstmal ein Dämpfer. Dann kam der Startschuss und wir mussten 3,5 Runden im See schwimmen. Bereits am Ende der zweiten Runde wurde ich vom Profitriathleten und ehemaligen Olympia Langstreckenschwimmer Lukasz Wójt überrundet, was ein weiterer Dämpfer war. Eigentlich fühlte sich das Schwimmen im lauwarmen Wasser gar nicht so schlecht an.

Nach dem Schwimmen bin ich sehr motiviert zum Rad gerannt und habe schon in der Wechselzone die ersten Konkurrenten überholen können. Ich wusste dass ich meine schwächste Disziplin abhaken konnte und jetzt meine Stärken ausspielen kann. Auf dem Rad lief es dann auch zu Anfang wirklich gut. Ich konnte wieder einige andere StarterInnen überholen und kam auf den ersten Metern auch noch gut mit der Hitze klar. Das Wasser in den Radflaschen hatte sich während des Schwimmens in gefühlt Teewasser verwandelt. Nach etwa 30 Kilometern konnte ich einen anderen Fahrer mit einem Clubrad überholen. Der Fahrer war auf einem ähnlichen Niveau wie ich. Er überholte mich wieder und wir machten gemeinsame Sache. Natürlich haben wir den vorgegebenen Abstand eingehalten, aber es tut in der Rennsituation oftmals gut, sich nicht immer selbst auf die Geschwindigkeit konzentrieren zu müssen. Alles in allem war die Radstrecke mit ihren vielen Höhenmetern und einer 95 Kilometer Runde eine wirklich harte Nummer. Der Wind fühlte sich an wie ein Fön, der einem entgegen bläst. Am Ende der Radrunde war ich froh endlich auf die Laufstrecke zu kommen und der Ziellinie immer näher zu kommen.
Beim Laufen habe ich dann fast den ganzen Rest der Verfolgergruppe von Lukasz Wójt eingesammelt. Ich war mir fast die komplette Laufstrecke unsicher, wie viele noch vor mir sind. Auch beim Laufen war die Hitze der härteste Gegner. In jeder Laufrunde habe ich mich unter eine angebrachte Dusche auf der Laufstrecke gestellt, damit der Körper nicht komplett überhitzt. Trotzdem konnte ich meine Laufstärke nicht wirklich ausspielen. Ich vermute aber mal, dass es an diesem Tag nicht nur mir so ging. Rückblickend war es mit Abstand härter als die beiden Langdistanzen, an denen ich teilgenommen habe und es war eine gute letzte hochintensive Einheit unter harten Bedingungen als Vorbereitung für die kommende Langdistanz in Roth.“

3. Platz gesamt
1. Platz AK 25
Swim: 38:56, Bike: 2:42:41, Run: 1:27:37
Gesamt: 4:51:34

 

Ihr Debüt feierten außerdem Sebastian Seifert und Natalie Raab von Tri-Force Fulda, die zum ersten Mal einen Triathlon bestritten. Sie starteten auf der Volksdistanz über 300m Schwimmen, 34km Radfahren und 5km Laufen.
 
Sebastian Seifert
80. Platz gesamt
13. Platz AK 25
Swim: 10:38, Bike: 1:23:20, Run 29:06,
Gesamt: 2:08:40
 
Natalie Raab
20. Platz gesamt
4. Platz AK 25
Swim: 11:06, Bike: 1:23:58, Run: 29:07
Gesamt: 2:08:41

 

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Tri-Force Fulda e.V.