226 km durch Norwegens spektakuläre Landschaft
17.08.2017 20:01
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Ulrike Weber finisht Norseman Xtreme Triathlon 2017 am 5. August

Haunetal - Eidfjord. Der Norseman Xtreme Triathlon gilt als einer der härtesten Langdistanztriathlons der Welt: 226 km über insgesamt 5235 Höhenmeter führen die Athleten durch eine der spektakulärsten Landstriche Norwegens.

Der Tag beginnt mit einem Sprung von einer Autofähre in den rund 14 Grad kalten Hardangerfjord und das Schiffshorn markiert den Start der 3,8 km lange Schwimmstrecke durch den Fjord zurück nach Eidfjord. „Die Fähre mit insgesamt 245 Athleten verlässt Eifjord bereits im Morgengrauen um 4 Uhr, wenn alles noch dunkel ist. Am Ausgangspunkt angekommen öffnet sich die Heckklappe, alle treten vor und springen gut 4 Meter in die Tiefe. Wie kalt genau das Wasser sich anfühlt, erfährt man erst darin. Doch der Sprung und vor allem das Schwimmen haben etwas Magisches“, berichtet Weber.

In Eidfjord angekommen wartet die Norseman-Crew und das Support-Team des jeweiligen Athleten, welches ihn die ganze Strecke begleitet und mit Nahrung, Getränken sowie Kleidung versorgt. „Ohne Support - mein Mann Jochen und mein Schwager Johannes Weber - ist man als Athlet ein Nichts, die Bedingungen der Strecke mit ihren vielen Höhenmetern und die klimatischen Herausforderungen durch Kälte, Wind und Regen fordern die Starter und bringen sie an ihre Grenzen.“, erzählt die Finisherin.

Von Eidfjord aus führt die Radstrecke 180 Kilometer quer über die Hardangervidda - Europas größter Hochebene und insgesamt fünf Bergpässe nach Austbyggde. „Die Landschaft ist gigantisch und man spürt nichts von Kälte und peitschendem Regen. Es ist unbeschreiblich, geradezu erhebend und eine Ehre dort zu sein.“, so Weber. Zumal die relative kleine Gruppe an Athleten aus 18 Nationen aus einem Pool von insgesamt 3650 Bewerbern ausgelost wurde. „Die Chance, an diesem Rennen teilzunehmen, ist also sehr gering. Und so bleibt nur die Hoffnung auf einen Startplatz, eine Garantie gibt es bei Bewerbung nicht.“, weiß Weber.

Nach 180 km auf dem Rad und fünf Bergpässen erreichte Weber nach rund 8 Stunden Austbyggde. Von dort aus gilt es den Marathon zu absolvieren, der für die ersten 160 Athleten auf dem Gaustatoppen (1835 m ü.NN) endet. Aus Sicherheitsgründen werden die anderen der insgesamt 245 Starter auf ein Plateau unterhalb geleitet (1100 m ü.NN). Die ersten 26 km sind relativ flach, bis dann der Einsteig in den sogenannten Zombie-Hill beginnt. „Ab dort wird meist gegangen, nicht gerannt.“, erzählt Weber. „Die Beine sind müde, aber das Herz ist leicht - denn auch wenn es schwer wird und die letzten Meter die restlichen Körner verlangen, die Körper und Geist zu bieten haben, so darf man doch ab da eins zu eins begleitet werden von seinem Support und so konnte ich die letzten Kilometer bis zum Plateau unterhalb des Gaustatoppen auf 1100 m mit meinem Schwager und meinem Mann gehen. Die Stimmung der Athleten untereinander, die helfenden Hände der Crew und des Supports - etwas Menschlicheres und Herzlicheres habe ich noch nie bei einem Rennen erlebt und machen den Norseman Xtreme Triathlon neben der Landschaft und den Bedingungen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dem Veranstalter ist uneingeschränkt beizupflichten, wenn er schreibt: „Simply the ultimate Triathlon on Earth.““

www.nxtri.com


 

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