Ironman 70.3 im Land der tausend Hügel - Johann holt WM Slot für Südafrika
08.06.2018 17:03
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Am 3. Juni 2018 traten Laura Johann, Marc Keller und Pascal Weis im Land der Tausend Hügel zum Ironman 70.3 an.

Dabei konnte sich Johann einen Slot für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft 2018 in Südafrika sichern. Da sie ihre erste Mitteldistanz in Aix en Provence drei Wochen zuvor aufgrund eines Gewitters mit Hagel bei Radkilometer 79 abbrechen musste, hatte sie sich für Kraichgau vorrangig das Finish als Ziel gesetzt. Das Wetter versprach, wie zum Triathlon im Kraichgau üblich, das genaue Gegenteil von Frankreich. Am Morgen des Renntages ergab die Messung der Wassertemperatur im Weiher, dass Neoprenanzüge aufgrund der 23,7 Grad gerade so noch erlaubt waren. Johann erschwamm im Hardtsee mit einer Zeit von 32:25 den fünften Platz ihrer AK und startete motiviert auf den Radkurs.

„Meine Schwimmzeit war genau wie erhofft" Letztes Jahr bin ich bei der olympischen Distanz im Kraichgau noch 1,5km in circa 30min geschwommen; auf diese Verbesserung bin ich besonders stolz. Aber auch das Radfahren hat Spaß gemacht: Letztes Jahr noch mit Damenrad die Berge hochgeschoben und dieses Jahr auch den steilsten Anstieg gemeistert und mit Vollgas bergab: Adrenalin pur“, so Johann. Die ansteigenden Temperaturen bis weit über 30 Grad bremsten sie ab Mittag und Radkilometer 60 zwar ein, aber sie hat ihr Ziel, das Finish, nach 6:38 Stunden erreicht.
„Es war besonders für den Kreislauf sehr anstrengend und ich habe eine bessere Zeit von mir erwartet, aber ich bin einfach unendlich froh und stolz, mich bis zum Ziel durchgekämpft zu haben. Dass ich dafür mit einem WM-Slot belohnt werden würde, hätte ich nicht erwartet. Natürlich hatte ich bei der Slot-Allocation auch viel Glück, aber natürlich freue ich mich schon unheimlich auf die 70.3 Weltmeisterschaft in Süd Afrika im September“, erzählt Johann voller Vorfreude.

Für Pascal Weis verlief das Schwimmen solide und er kam nach 36:53 in der ersten Wechselzone an. Der Wechsel aufs Rad lief sehr gut und er konnte auf den ersten 10km gut Druck machen. Danach wurde die Strecke dann sehr hügelig. Bis km 60 lief alles ohne Probleme und er ging das Rennen ruhig an, da er hinten raus nicht einbrechen wollte. Ab km 60 ca. meldete sich dann aber sein Magen mit Krämpfen. "Anscheinend sollte ich in Zukunft meine Ernährung besser testen". so Weis. Nach 90km und 2:51:02 kam er in der 2. Wechselzone an. Der Wechsel lief problemlos und Weis konnte besser laufen als er im Vorfeld dachte. An den Versorgungsstellen musste er dann allerdings aufgrund der Krämpfe Pausen einlegen, um sich ordentlich zu versorgen und konnte nach einer Laufzeit von 1:45:14 und insgesamt 5:18:48 ins Ziel einlaufen. Er war mit seinem Debüt auf der Mitteldistanz sehr zufrieden.

Auch für Marc Keller war es die erste Mitteldistanz und er war sehr zufrieden mit seiner Zeit von 5:49:11. Sein Ziel war es, unter 6 Stunden zu bleiben, was er um 11 Minuten unterbieten konn-te. Nach dem Schwimmen gelang es ihm, Tempo auf dem Rad machen und beim Wechsel zum Lau-fen war er sich schon sicher, dass er die 6 Stunden packen würde. So locker, wie in der Wechselzone noch vermutet, war es dann doch nicht. Schon nach dem ersten Kilometer musste er seine Ge-schwindigkeit wegen der Hitze anpassen, dennoch konnte er die Laufstreck knapp unter 2 Stunden bewältigen.

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