Red Bull Tri Island: Tri-Forcer im Kampf gegen Tide und Knockout Modus
15.09.2017 09:17
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Am 09.09.2017 nahmen Marcus Leinweber und Christian Wehner von Tri-Force Fulda am Red Bull Tri Islands teil, einem besonderen Triathlon Format auf den drei Nordseeinseln Amrum, Föhr und Sylt.
Es handelt sich um eine verlängerte Olympische Distanz mit etwas über 3 km Schwimmstrecke, die von der Nordspitze Amrums bis nach Föhr in der Nordsee zu absolvieren ist. Auf Föhr folgt eine 40 km-Radstrecke, und nach dem 2.Wechsel mit Laufstrecke zum Strand dürfen nicht mehr als 2:30 Stunden auf der Uhr stehen, denn der Transfer zur Laufstrecke nach Sylt wird mit Schnellbooten durchgeführt, die wegen der Tide nach diesem Zeitpunkt nicht mehr fahren. Ein außergewöhnliches Event, das zudem mit der atemberaubenden Kulisse der Naturschutzgebiete auf den Inseln punkten kann.

Es waren über 450 Teilnehmer gemeldet, wovon ca. 100 wegen der Wetterbedingungen mit 15 Grad und Regen gar nicht erst antraten. Die dem Rennen vorgelagerte Wattwanderung (der Start liegt mitten im Naturschutzgebiet Amrums) und Wartezeit auf die Flut unter freiem Himmel von insgesamt 5 Stunden wurde so trotzdem für einige bereits zur ersten Zerreißprobe – etliche Athleten schlotterten vor Kälte.

Nach dem Start aus der Mitte des Feldes gelang Marcus Leinweber zunächst ein guter Einstieg in das anspruchsvolle, von den Gezeitenströmungen erschwerte Schwimmen. Aufgrund der langen Ausküh-lung der Muskulatur musste er dann nach einem Kilometer mehrfach das Schwimmen aufgrund von Wadenkrämpfen unterbrechen. Eine persönliche Bestleistung war in dieser Disziplin so für ihn nicht mehr zu erwarten, aber die Krämpfe gingen jeweils schnell vorbei und die letzten 500m liefen wieder ideal.

Beim Ausstieg musste er feststellen, dass seine Uhr zwischendurch die Zeitmessung eingestellt hatte, so dass er nicht einschätzen konnte, wie viel Zeit die Krämpfe gekostet hatten. Ohne zeitliche Orientierung setzte er alles daran, ein Shuttleboot nach Sylt zu erreichen.
Also stand für ihn 1:06:20 h volle Radleistung auf einem flachen, jedoch windanfälligen Kurs auf Föhr an, bevor er wieder in die Wechselzone einbiegen und etwas später am Strand wie erhofft sein Ticket nach Sylt lösen konnte. Erst auf dem Boot erfuhr er, dass es sich erst um die vierte Überfahrt handelt und ich er somit nach T2 unter den 40 besten Startern lag, mit der 33. besten Radzeit des Tages!
Beim abschließenden 11 km langen Lauf, dessen letzte 4 km hauptsächlich durch den knöcheltiefen Sand am Sylter Weststrand führen, musste er zunächst eine große Anzahl Startern vorbeiziehen lassen, bevor er im tiefen Sand seine gegenüber den leichteren Läufern größere Muskelkraft ausspielen konnte.

Mit dem Endergebnis Platz 112 in 3:37:49 Stunden (incl. 23 Minuten Überfahrt nach Sylt) zeigte er sich trotzdem sehr zufrieden, da er zumindest bis zum Boot in die vorderen Ränge „reinschnuppern“ konnte. "Da es mein letzter WK dieses Jahr war, steht für die nächste Saison daher perspektivisch ganz klar eine Verbesserung meiner Laufleistungen an erster Stelle!" so Leinweber.

Christian Wehner hatte bei dem Wettkampf große Probleme mit der starken Auskühlung vor dem Rennen, musste zwischendurch mit Kreislaufproblemen kämpfen und konnte so leider kein Shuttle nach Sylt mehr erreichen.


Marcus Leinweber:
Rank 112
SWIM 00:52:24
BIKE 01:06:20
RUN 01:12:33
Gesamt 03:37:49


Christian Wehner:
SWIM 01:06:37
BIKE 01:30:59
RUN -

Außer den beiden Athleten ging auch Laura Johann an den Start. Mit einem Dreigang Damenrad ausgestattet war sie zwar nicht als Tri-Force Athletin gemeldet, dafür ist ihr Ergebnis aber umso beeindruckender. Mit einem neuen Fahrrad ausgestattet will sie dann in der nächsten Saison für Tri-Force Fulda durchstarten.

Laura Johann:
Rank 191
SWIM 00:59:16
BIKE 01:21:53
RUN 01:13:03
Gesamt 04:00:08
 

 

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Tri-Force Fulda e.V.