Sport im Winter - Tipps der Trainer Hendrik, Tobias und Pascal
04.02.2022 09:59
von Andrea Dietl
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Januar, Februar, mancher sitzt jetzt nah an der Heizung und guckt verdutzt aus dem Fenster. Da gibt es Leute die Sport treiben. Oft sind auch Triathleten*innen dabei. Aber ist das Gesund? Ja, Grundsätzlich ist Sport gesund, auch im Winter. Aber gibt es einige Regeln zu beachten? Sicherlich, wenn die Temperaturen unter 8° fallen oder sogar im Minus Bereich landen. Welche Gefahren bestehen für uns? Da gibt es einige, aber ihr könnt vorbeugen. Lasst uns mal gucken was ihr machen könnt, sodass das ihr nach dem Training auch gesund bleibt.

Die Probleme:

  • Unterkühlung
  • Unterzuckerung
  • Dehydration (Flüssigkeitsverlust)
  • Atemwegsprobleme.


Unterkühlung:

Auch wenn das Thermometer 8° angibt, kann die gefühlte Temperatur deutlich niedriger sein. Durch Einfluss von Wind oder Vorwärtsbewegungen vom Athleten. Hier hilft die richtige Kleidung. Mediziner empfehlen wärmende Unterschichten aus Merinowolle. Wer in der Vergangenheit immer sein Triathlonverbandsheft TriTime gelesen hat, erinnert sich vielleicht an die folgende tabellarisch dargestellte Kleidungsempfehlungen:

 

< -5°

-5°bis 5°

5°bis 15°

15° bis 25°

> 25°

Kopf

Fleecemütze

Stirnband

Mütze als Sonnenschutz

Mütze als Sonnenschutz

 

Unterwäsche

Funktions Unterhemd

Funktions Unterhemd

Funktions Unterhemd

 

 

Oberkörper

Fleecetrikot, Softshell

Fleecetrikot

Langarmtrikot

Funktions Shirt

Singlet

Hose

Lange mit Membranansatz

Lange

¾

Kurze

Kurze

Sonstige

Handschuhe

Handschuhe

Sonnenbrille

Sonnenbrille

 


Wer im Schnee läuft, sollte unbedingt eine Sonnenbrille tragen. Für Radfahrer gilt die gefühlte Temperatur zu beachten. Achte immer auf atmungsaktive Kleidung.


Unterzuckerung:
Bei Kälte verbraucht der Körper auch Energie, um auf Temperatur zu bleiben. Durch Training werden die Energiespeicher geleert. Man spürt das am Leistungsabfall am Ende des Trainings. Braucht der Körper jetzt Energie um Warm zu bleiben, kann schnell eine Unterzuckerung auftreten, gefühlt wie der Mann mit dem Hammer. Folge ist dann Unterkühlung wegen Energiemangel und eine Erkältung kann schnell folgen. Darum sollte Wintertraining immer mit vollem Energiespeicher durchgeführt werden. Also Finger weg von Nüchtern-Training bei Kälte.


Dehydration:
Auch im Winter verlieren wir Flüssigkeit. Wir merken es nicht so wie im Sommer, da schwitzen wir reichlich und spüren es am Körper. Im Winter verlieren wir auch Flüssigkeit über die Schleimhäute. Bei trockenem Winterwetter können die Schleimhäute innerhalb weniger Minuten austrocknen. Problematisch hierbei sind die Lungen. Dies kann zu Atemwegsproblemen führen. Bei Sportmedizinern ist das EIB (exercise-indiuced-bronchoconstriction) ein bekanntes Problem. Für uns gilt: Tritt im Winter beim Sport ständig und sich progressiv ausbildender Husten und verstärkter Schleimbildung auf, sollten wir einen Lungenfacharzt zu Raten ziehen. Und denke daran, auch im Winter bei Trainingseinheiten länger als 60 Minuten, regelmäßig zu trinken.

Generell denke bei Kälte immer daran, dass das Reaktionsvermögen und Koordinationsvermögen nachlässt. Gefahren von Sprunggelenkverletzungen (Umknicken), Sehnenüberlastung (Steife Muskeln durch Kälte) solltet Ihr nicht unterschätzen. Also ein gutes Warming-up nicht vergessen. Beim Radfahren oder Laufen auf der Straße gut auf andere Verkehrsteilnehmer achten und lieber mal etwas früher bremsen als zu spät.


Auf ein sportliches 2022


Hendrik Daemen
Sportphysiotherapeut
B-Lizenz-Trainer Triathlon

Tobias Schmitt
C-Lizenz-Trainer Triathlon

Pascal Weiß
C-Lizenz-Trainer Triathlon




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