Verena Tobert überrascht beim „Urban SwimRun“ in Frankfurt
03.05.2022 12:25
von Andrea Dietl
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Podestplatz in neuer DTU-Sportart

„Meine Motivation war erstmal im Keller“, gesteht die Tri-Forcerin, als sie am 1. Mai 2022 alleine in Frankfurt vor dem Freibad Frankfurt-Eschersheim stand. Kurz zuvor musste ihr Teampartner Günter Rothmayer krankheitsbedingt absagen.
SwimRun ist eine neu angegliederte Sportart innerhalb der Deutschen Triathlon Union (DTU), die eigentlich im Zweierteam absolviert wird. Die Teilnehmenden schwimmen und laufen mit häufigen Wechseln, ohne dabei die Schuhe auszuziehen oder die Bekleidung zu wechseln. Auftriebshilfen, eine Verbindung mit einer Leine und gegenseitige Hilfestellung sind dabei ausdrücklich erlaubt und auch erwünscht. Der Ursprungsgedanke kommt aus Schweden, wo die Starter häufig auch unwegiges Gelände und starke Strömungen meistern müssen. „Da ist ein Teampartner quasi die Lebensversicherung“, bestätigt Tobert. Mittlerweile gibt es auch einige Wettkämpfe mit der Möglichkeit des Einzelstarts.

Wassertemperatur von 14,5°C
Beim „Urban SwimRun“ in Frankfurt wird im Freibad geschwommen und überwiegend über Wiesen- und Feldwege gelaufen. Möglich ist die Teilnahme einzeln oder im Team. Angeboten wird eine Sprint-Variante (6km) und eine Classic Distanz (18,9km). Tobert absolvierte letztere, bestehend 14 Wechseln mit insgesamt 2km Schwimmen und 16,9km Laufen. Damit sicherte sie sich mit einer Zeit von 1:59:17min den dritten Platz in der Gesamtwertung der Frauen. „Unter 2 Stunden - damit habe ich nicht gerechnet“, freut sich die 26-Jährige. Die Umgebungs- und Wassertemperaturen von 13 bzw. 14,5°C störten sie dabei nicht im Geringsten. „Wir haben das ganze Jahr im See trainiert. Ich glaube, das war eine gute Vorbereitung.“ Die Einhaltung des Regelwerks wurde vor Ort von Kampfrichtern kontrolliert. Moderiert wurde das Event von Ex-Profi-Triathlet Daniel Unger, DTU Bundesstützpunkttrainer und einziger deutscher Weltmeister auf der Triathlon-Kurzdistanz 2007 in Hamburg.

Mentaltraining und Teamwork
Für die Triathleten bietet SwimRun eine neue Herausforderung und optimale Ergänzung zu den klassischen Triathlon-Wettkämpfen. Der Fokus gelangt in dieser Sportart weg vom Material und zurück zu den Ursprüngen des Ausdauersports. Teamwork, Mentaltraining und Anpassung an widrige Bedingungen (z.B. Temperaturwechsel, Geröll, Wellengang) sind wichtige Komponenten. So stürzte sich auch Achim Winter für „Hallo Deutschland“ ins kalte Nass – zu sehen in ZDF Hallo Deutschland (Mediathek).
Die Tri-Force AtheletInnen wollen das SwimRun – Training auch weiterhin auf Ihre Agenda stellen und bieten Interessierten Schnupper-Trainings am Pfordter See an.

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Tri-Force Fulda e.V.