Peter Leinweber bei SwimRun in Rügen am Start

13.09.2025 – Peter Leinweber, Tri-Force Fulda, startete am vergangenen Samstag beim SwimRun der ÖTILLÖ World Series Rügen.
Insgesamt gingen 250 Teilnehmer aus 21 Nationen auf drei verschiedenen Streckenlängen an den Start. Peter Leinweber startete über die 43,6 km lange World Series Strecke. SwimRun ist ein Rennformat welches zur Kategorie Triahtlon zählt und den Regeln der Deutschen Triathlon Union unterliegt. Diese Sportart besteht aus Laufen und Schwimmen im permanenten Wechsel. Die Teilnehmer starten entweder als Zweierteam und können sich dann auf der Strecke gegenseitig unterstützen oder sie starten Solo und sind auf sich alleine gestellt. Peter Leinweber startete Solo.
Für diese Herausforderung hatte Leinweber sich intensiv im Training vorbereitet. Seen und Flüsse inklusive Guckaisee und diverse Rhöntrails wurden genutzt, um eine große Bandbreite zu trainieren.
Michael Realert, mehrfacher Triathlon Weltmeister über das IM 70.3 Format, war in Rügen auch am Start über die lange Strecke und stellte sich dieser Herausforderung.
Leinweber startete zurückhaltend und nutzte die ersten Schwimm- und Trailsegmente, um seinen Rhythmus zu finden. Das Feld zog sich über die Distanz immer weiter auseinander. Da mit den Laufschuhen geschwommen wird, ist ein Pullboy als Auftriebshilfe für die Beine erlaubt und auch Paddles können genutzt werden. Verpflegung in Form von Gels gilt es ebenfalls mitzuführen. Im SwimRun ist alles auf einen minimalen Aufwand an Organisation ausgelegt und die Sportler sind auf sich gestellt.
Das Wetter war stabil aber der starke Wind sorgten für eine raue und 17 Grad frische Ostsee. Die Orientierung in den Wellen auf den langen Schwimmstrecken gestaltete sich schwierig. Die lange world series Strecke führte vom südlichsten Zipfel Rügens durch ein Naturschutzgebiet bis nach Binz.
Leinweber, seit über 30 Jahren Triathlet und jetzt auch seit sechs Jahren SwimRunner profitierte stark von seiner Freiwasser Erfahrung aus dem Triathlon.
Auf der Gesamtstrecke von 43,6 km waren insgesamt 17 Wechsel zwischen Land und Wasser zu absolvieren. Es wurden dabei 7,4 km in der Ostsee geschwommen und 36,2 km auf technisch anspruchsvollen Trails und direkt am Strand durch den Sand gelaufen.
Leinweber hatte sich aufgrund der guten Wetterprognose für seinen dünnen SwimRun Neopren Anzug entschieden was sich aufgrund der sehr langen Schwimmpassagen im kalten Wasser problematisch gestaltete. Er war klug und verhalten gestartet, machte zunächst Plätze gut, doch die kalte Ostsee und die hohe Belastung forderte im letzten Abschnitt ihren Tribut. Die Kälte kostete jede Menge Energie und Kraft und so gingen einige Plätze zum Ende des Rennens wieder verloren.
Das letzte kurze Schwimmsegment führte dann spektakulär vom Strand über eine senkrechte Stahlleiter als Schwimmausstieg auf die Seebrücke von Binz. Begeisterte Zuschauer sorgten vor dem prachtvollen Kurhaus für einen wunderschönen Zieleinlauf.
Peter Leinweber kam nach 7 Stunden und 31 Minuten durch die wilde Natur Rügens und die kalte Ostsee als 20. Solostarter erschöpft aber glücklich ins Ziel.
Michael Realert, gebürtiger Rostocker, und Weltklasse Triathlet, wurde an diesem Tag bei seinem Heimrennen Dritter im SwimRun. Er beglückwünschte alle Teilnehmer im Zielbereich und sorgte so für einen weiteren unvergesslichen Moment.

Die Gesamtstrecke von 43,6 km beinhaltet 7,4 km Schwimmen und 36,2 km Laufen. Dies bedeutet 17 Wechsel zwischen Land und Wasser.

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