Tri-Force Fulda trotzt Wind, Regen und Reifenpannen beim Ironman Hamburg

Sechs Athletinnen und Athleten von Tri-Force Fulda stellten sich beim Ironman Hamburg am 7. Juni 2026, der zugleich als Ironman European Championship der Frauen ausgetragen wurde, der Herausforderung über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Bei schwierigen Wetterbedingungen mit starkem Wind, Regen und zahlreichen Zwischenfällen auf der Radstrecke erreichten alle Starter das Ziel an der Hamburger Alster.

Rund 3.000 Teilnehmer gingen in der Hansestadt an den Start. Bereits am frühen Morgen begann das Rennen mit dem Schwimmen in der rund 19 Grad kühlen Binnen- und Außenalster. Anschließend führte die Radstrecke durch die Innenstadt sowie die Vier- und Marschlande, bevor der abschließende Marathon auf vier Runden entlang der Alster und durch das Hamburger Zentrum absolviert wurde. Mehr als 2.000 freiwillige Helfer sorgten dabei für einen reibungslosen Ablauf und eine beeindruckende Atmosphäre.

Besonders die Wetterbedingungen machten den Athleten zu schaffen. Starke Windböen und stundenlanger Regen verwandelten die Radstrecke in eine echte Herausforderung. Hinzu kamen zahlreiche Reifenpannen, nachdem auf Teilen der Strecke Metallsplitter lagen. Viele Teilnehmer mussten ihre Rennen vorzeitig beenden, andere verloren wertvolle Zeit.

Am schnellsten aus Fuldaer Sicht war Pascal Weis, der nach 9:00:13 Stunden das Ziel erreichte. Nach einem für ihn enttäuschenden Schwimmen kämpfte er sich auf dem Rad und insbesondere beim Marathon eindrucksvoll zurück. Mit einer Laufzeit von 3:03 Stunden verpasste er die magische 3-Stunde- Marke um 3 Minuten und ebenso die 9-Stunden-Marke um lediglich 14 Sekunden. Die Enttäuschung darüber wich jedoch schnell der Freude über einen lang ersehnten Startplatz für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii.

Auch Felix Martella zeigte eine starke Leistung und finishte nach 9:49:31 Stunden. Nach einem guten Schwimmen musste er auf dem Rad mehr als dreieinhalb Stunden im Regen und bei heftigen Windböen bestehen. Auf der Laufstrecke sorgten zahlreiche Zuschauer für zusätzliche Motivation.

Otto Hengstenberg überquerte nach 11:21:53 Stunden die Ziellinie. Besonders bemerkenswert: Nach dem Schwimmen arbeitete er sich im weiteren Rennverlauf durch das Feld und überholte noch mehr als 1.200 Teilnehmer.

Alexandra Ortwein erreichte das Ziel nach 12:12:57 Stunden. Sie wurde ebenfalls von einer Reifenpanne ausgebremst und dachte zwischenzeitlich sogar ans Aufgeben. Doch ihre Stärke auf der Laufstrecke zahlte sich aus: Mit ihrem bislang besten Marathon auf der Langdistanz kämpfte sie sich eindrucksvoll ins Ziel. Die Begeisterung der Zuschauer entlang der Strecke bezeichnete sie als „genial“.

Berthold Weiß bewies großen Kampfgeist. Nach einer längeren Reifenpanne und muskulären Problemen rückte das reine Ankommen in den Vordergrund. Trotz eines schwierigen Tages und eines aus seiner Sicht misslungenen Schwimmens gab er nicht auf und erreichte nach 13:01:27 Stunden das Ziel.

Dieter Regenthal komplettierte das starke Mannschaftsergebnis von TriForce Fulda. Nach 13:49:03 Stunden durfte auch er den viel umjubelten Zieleinlauf an der Alster genießen. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der hervorragenden Organisation und dem Einsatz der zahlreichen Helfer, die den Athleten während des gesamten Wettkampftages zur Seite standen.

Trotz widriger Bedingungen, Regen, Sturm und zahlreicher Defekte bleibt für die Tri-Force-Athleten vor allem die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Wettkampf. Sechs Starter, sechs Finisher – und damit ein rundum erfolgreicher Auftritt des Vereins beim Ironman Hamburg.