Erfolgreicher Nachwuchs bei Tri-Force Fulda - Antonia Seemann für Landeskader 2022 nominiert
22.12.2021 10:42
von Andrea Dietl
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Antonia Seemann und Janina Heider
 

Der Start der Nachwuchsarbeit war im Fuldaer Triathlon Verein Tri-Force Fulda nicht so wie erhofft. Anfang 2020 startete das Jugendtraining und sollte nach kurzer Zeit durch Corona ausgebremst werden. Die Schwimmbäder wurden geschlossen, das Training in Gruppen war nicht mehr möglich und der Verein war in Sorge, dass die Jugendlichen nach einer langen Trainingspause die Lust verlieren. Fehlende Wettkämpfe kamen hinzu. Erst Mitte 2021 konnten die ersten Wettkämpfe unter Auflagen wieder stattfinden.

Aufgrund von Krankheiten, Impfterminen und einer generell niedrigen Frauenquote war es in diesem Jahr für Tri-Force Fulda schwierig, eine Damenmannschaft zu bilden, die für die 1. Hessische Triathlon Liga starten konnte. „Gerettet“ wurde der Verein dann durch die beiden Nachwuchsathletinnen Antonia Seemann und Janina Heider, die ihre ersten Triathlon Wettkämpfe überhaupt bestritten, und das gleich mit Bravour in der Ligamannschaft.
Antonia Seemann (17 Jahre) war bei ihrem ersten Wettkampf die schnellste der Damen über die Supersprintdistanz und beim zweiten Wettkampf die zweitschnellste der Damen über die Sprintdistanz. Auch Janina Heider (15 Jahre) zeigte bei Ihrer ersten Sprintdistanz ihr Potential mit einer schnellen Gesamtzeit.
Durch ihre Erfolge ging es im November für Antonia Seemann zur Nachwuchssichtung des Hessischen Triathlon Verbandes nach Dieburg. Auf dem Programm standen zwei Lauftests (Sprint 100 m und 5 km-Lauf) und zwei Schwimmtests (50 m Sprint und 800 m). Antonia konnte ihre Stärke unter Beweis stellen, so dass sie für den Landeskader 2022 nominiert wurde.

Antonia, wie war die Nachwuchssichtung für Dich und wurdest Du von der Nominierung überrascht?
Antonia: Ich hatte auf jeden Fall Spaß, auch weil ich so viele neue Leute kennengelernt habe. Als es dann auch noch ganz gut lief, habe ich natürlich gehofft, es auch in den Kader zu schaffen. Die Nominierung hat mich daher sehr gefreut.

Antonia und Janina, wie seid Ihr zum Triathlon Training gekommen?
Antonia: Laufen trainiere ich schon seit ich klein war, als dann vor ein paar Jahren das Schwimmen dazu kam, lag Triathlon nicht mehr fern. Da mich der Sport schon länger fasziniert hat, wollte ich es unbedingt ausprobieren.

Janina: Eigentlich eher aus Zufall. Ich bin schon immer sehr gerne geschwommen und Fahrrad gefahren. Dann habe ich auf Osthessen News einen Artikel von Tri-Force Fulda gelesen, in der um NachwuchssportlerInnen für eine neue Jugendgruppe geworben wurde. Ich hatte Interesse und habe im Sommer einen Schnuppermonat absolvieren dürfen. Mir hat alles sehr gut gefallen und ich bin bei dem Sport geblieben.

2021 war Eure erste Triathlon-Saison. Wie waren die Wettkämpfe für Euch?
Antonia: Auf den ersten Wettkampf habe ich richtig hingefiebert. Da vorher ein paar geplante Triathlons abgesagt werden mussten, wollte ich endlich mal Gas geben.

Janina: Der ganze Ablauf an den Wettkämpfen, insbesondere die Wechselzonen, waren neu für mich und schon ein wenig aufregend. Ich habe aber tolle Trainer und nette Vereinskameraden, die mir den Ablauf gut erklärt haben, damit alles glatt läuft. Da wir als Mannschaft starten und durch das Gemeinschaftsgefühl haben die Wettkämpfe noch mehr Spaß gemacht und es hat alles ganz gut funktioniert.

Welche ist Eure stärkste Disziplin - Schwimmen, Radfahren oder Laufen?
Antonia: Ich denke bei mir ist es auf jeden Fall das Laufen, einfach weil ich es liebe und auch schon am längsten trainiere.

Janina: Definitiv Schwimmen! Das Fahrradfahren macht mir auch viel Spaß, aber Schwimmen war schon immer eine sehr große Leidenschaft von mir.

Aufregung vor dem Wettkampf ist normal. Wie geht Ihr damit um?
Antonia: Ich bin meistens ziemlich aufgeregt. Ein bisschen Aufregung gehört sicherlich auch dazu. Ich versuche dann einfach mich selbst zu beruhigen oder abzulenken. Sobald der Startschuss fällt bin ich erleichtert, dass es endlich losgeht.

Janina: An den Triathlon Wettkämpfen war ich durch die viele Unterstützung zum Glück kaum aufgeregt und habe mich sehr wohl gefühlt. Ansonsten hilft mir bei Aufregung immer etwas Ablenkung, tiefes Durchatmen und Konzentration, aber auch eine kurze aufbauende Unterhaltung tut ganz gut.


Wie sieht Eure Trainingswoche aus?
Antonia: Mein Triathlon-Trainer Tobi macht mir wöchentlich einen Trainingsplan, was ziemlich geil ist. Der ist grundsätzlich zwischen Disziplinen und Belastungszonen sehr ausgewogen, sodass ich auch nichts vernachlässige. Ich trainiere bis auf einen Ruhetag in der Woche meist täglich, am Wochenende auch manchmal zweimal.

Antwort Janina: In der Regel trainiere ich ca. fünf Mal pro Woche. Mein Trainer hat einen individuellen Trainingsplan für mich erstellt. In einer App trägt er mir ein, was ich genau trainieren soll. Je nach Hausaufgaben und anderen Terminen kann ich auch ein wenig variieren und Einheiten vertauschen oder notfalls auch mal verlegen.


Warum seid ihr bei Tri-Force Fulda – was macht den Verein Eurer Ansicht nach aus?
Antonia: Tri-Force ist für mich die erste Anlaufstelle gewesen, als klar war, dass ich Triathlon machen möchte. Bei Liga-Wettkämpfen kommt richtiger Team-Spirit auf und auch im Training merkt man, dass alle ihren Sport lieben. Außerdem gibt es vielfältige Trainingsangebote. Beeindruckt hat mich die gute Vernetzung aller Mitglieder über Slack.

Antwort Janina: Ich finde es toll, dass alle im Verein so nett sind und einen sehr gut in die Gemeinschaft aufnehmen. Zwar ist jeder an den Wettkämpfen für sich alleine gestartet, aber wir waren immer ein Team und haben uns gegenseitig unterstützt und angefeuert. Außerdem finde ich es schön, dass vom Verein gemeinsame Trainingseinheiten in Gruppen angeboten werden, aber auch, dass man individuell für sich alleine trainieren kann und somit nicht an starre Trainingszeiten gebunden ist.


Wie werdet Ihr in Euren Zielen unterstützt?
Antonia: Erst mal natürlich durch die super Betreuung von meinem Trainer Tobi, die könnte nicht besser sein. Dafür bin ich wirklich dankbar. Auf Wettkämpfe oder die Kadersichtung wurde ich so optimal vorbereitet. Außerdem war es toll, dass wir unsere ersten Wettkämpfe direkt in der Hessischen Triathlon Damenliga bestreiten durften.

Janina: Von den Trainern und auch von meinen Eltern.


Wie sind Eure Pläne für das Jahr 2022?
Antonia: Klar ist, weiter Triathlon machen und hoffentlich genauso viel Spaß haben wie dieses Jahr. Durch die Kaderaufnahme freue ich mich noch andere Triathlon begeisterte Jugendliche zu treffen.

Janina: Natürlich möchte ich weiterhin für Tri-Force Fulda bei Wettkämpfen an den Start gehen. Spezielle Ziele für den Triathlon habe ich aber eigentlich nicht. Ich betrachte den Sport als Hobby, das mir sehr viel Spaß macht. Das ist für mich das Wichtigste!


Weitere Informationen zur Nachwuchsarbeit und Jugendtraining von Tri-Force Fulda unter:
https://www.triforce-fulda.de/nachwuchs.html

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