"King of the Lake" Einzelzeitfahren - Erfolgreiches Debüt für Marcus Leinweber
15.09.2018 16:13
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Marcus Leinweber startete am 15.09.18 beim „King of the Lake“, dem in Europa größten Einzelzeitfahren. Dabei veranstaltet der Verein „atterbiker“ in Österreich ein reines Zeitfahren auf einem voll gesperrten 47km-Rundkurs um den malerisch schön gelegenen Attersee. Das sehr professionell organisierte Jedermann-Radrennen hat im 8. Jahr seines Bestehens schon Kultstatus; den Fahrern wird dabei ein Profiambiente mit Startrampe, drei Zwischenzeitnahmen, Live-Videoübertragung und viel begeistertes Publikum geboten. Im Rahmen der Veranstaltung werden seit kurzem auch die österreichischen Staatsmeisterschaften im Teamfahren ausgetragen. Die diesjährigen 1.275 Starter mussten schon bei der Anmeldung schnell sein, die Veranstaltung war bereits kurz nach der Veröffentlichung ausgebucht.

Da der „KOTL“, wie das Rennen unter Radsportenthusiasten abgekürzt wird, Leinwebers erstes Jedermann Rennen und Einzelzeitfahren war, hatte er sich vorgenommen, bestmöglich ins Ziel zu kommen – das heißt hochgerechnet von seiner persönlichen Radbestzeit auf der olympischen Distanz mit einem ca.-Schnitt von 37km/h oder einer Gesamtzeit von etwa 1:17h. Er konnte aber bereits im Training feststellen, dass ein reines Einzelzeitfahren nochmals ganz andere Qualitäten verlangt als ein Triathlon, in dem man ja danach noch laufen muss. So war es für ihn gar nicht so einfach, sich auf dem Zeitfahrrad auf den Punkt „abzuschießen“.

Die Rennstrecke verlief auf den ersten 20km nahezu flach, während in der zweiten Rennhälfte mehrere kurze Anstiege von bis zu 13% und insgesamt 285hm lauerten. Dem Rat erfahrener „Seekönige“ folgend behielt er daher zu Beginn etwas Leistung in Reserve, um auf dem Rückweg nicht einzubrechen. Als dann das gefürchtete Ausbrennen in den Oberschenkeln auch nach den Steigungen in Unterach und Parschallen ausblieb, dachte Leinweber sich: „Jetzt aber los, so viel kommt da doch gar nicht mehr!“ Am Ende stellte er fest, dass er in der ersten Hälfte deutlich mehr Gas hätte geben können oder sich an den Anstiegen weiter aus dem Fenster hätte lehnen können, aber letztendlich war er sehr überrascht, dass er den ganzen Kurs so schnell fahren konnte. Am Ende kam er mit einer Zeit von 1:13:10 ins Ziel, was rund einem Schnitt von 39km/h entsprach und für den 308. Rang bei den Herren mit insgesamt 609 Startern reichte. Somit konnte er sich exakt im Mittelfeld platzieren, womit er sich angesichts seines ersten Starts durchaus zufrieden zeigt:

"Generell habe ich gemerkt, dass mir Zeitfahren gut liegt und ich möchte auch in Zukunft bei ähnlichen Wettbewerben teilnehmen. Ich möchte mich in jedem Fall noch deutlich verbessern und glaube auch, dass das mit etwas mehr Fokus auf die Disziplin und ein paar weiteren kleinen Stellschräubchen machbar ist. Nächstes Mal muss beim km/h-Schnitt jedenfalls die 40 fallen!" so Leinweber.

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